Collection: Raumakustik optimieren: Absorber, Bassfallen, Diffusoren
Planung & Projekte / Raumakustik
Der Raum spielt mit.
Glas, Beton, Estrich und große offene Flächen sehen großartig aus und klingen hart. Raumakustik ist der Teil der Anlage, den man nicht kauft, sondern plant.
Auf einen Blick
- Das Problem
- Zu langer Nachhall, Flatterechos zwischen harten Parallelwänden, Bassdröhnen in den Raumecken.
- Die Mittel
- Poröse Absorber gegen Nachhall, Bassfallen gegen Raummoden, Diffusoren für Lebendigkeit.
- Zielwerte
- Wohnraum etwa 0,4 bis 0,6 Sekunden Nachhallzeit, dedizierter Kinoraum eher 0,25 bis 0,35 Sekunden.
- Optik
- Stoffbespannte Rahmen, Holzlamellen oder Mikroperforation, abgestimmt mit dem Innenarchitekten.
- Wann
- Im Neubau ab der Innenausbauplanung, im Bestand jederzeit nachrüstbar.

Warum moderne Räume schlecht klingen
Offene Grundrisse, bodentiefe Fenster, Sichtbeton und Fliesen reflektieren fast den gesamten Schall. Der Nachhall wird lang, Sprache verliert an Verständlichkeit, Musik verliert an Kontur. Dazu kommen Flatterechos zwischen glatten Parallelwänden und Raummoden: stehende Wellen im Bassbereich, die je nach Sitzposition dröhnen oder ganze Töne verschlucken.
Das lässt sich nicht mit besseren Lautsprechern lösen. Ein guter Lautsprecher in einem harten Raum klingt genauso hart, nur lauter.

Absorber, Bassfallen, Diffusoren
Poröse Absorber aus Mineralwolle oder Schaum hinter Stoff nehmen Energie im Mittel- und Hochtonbereich auf. Sie kommen an die Erstreflexionspunkte an Seitenwänden und Decke, also dort, wo der Schall auf dem kürzesten Umweg zum Ohr gelangt.
Bassfallen sind dickere Elemente in den Raumecken. Dort ist der Schalldruck am höchsten, deshalb wirken sie genau da gegen Moden unterhalb von etwa 200 Hertz.
Diffusoren schlucken nicht, sie streuen. Sie verhindern, dass ein Raum durch zu viel Dämmung tot wirkt, und sorgen für Räumlichkeit im hinteren Bereich.

Messen, rechnen, gestalten
Wir messen die Nachhallzeit im Raum, ermitteln über Volumen und Nutzung den Zielwert und rechnen daraus die benötigte Absorptionsfläche. Erst dann wird entschieden, wie die Fläche aussieht: als stoffbespannte Rahmen in Wandfarbe, als Holzlamellen, als mikroperforierte Platte oder hinter einer akustisch offenen Bespannung, hinter der auch der Lautsprecher verschwinden kann.
Solche Maßnahmen führen wir selbst aus, in Abstimmung mit Innenarchitekt und Schreiner. In den meisten Wohnräumen genügen wenige richtig platzierte Flächen.

Nicht nur im Kino
Der offensichtliche Fall ist der Kinoraum. Genauso deutlich wirkt Akustik aber in der offenen Wohnküche, in der man sich beim Essen über den Lärm hinweg unterhalten muss, im Treppenhaus mit Galerie, im Homeoffice bei Videokonferenzen und im Musikzimmer.
Als Faustregel: Wenn es im leeren Raum hallt und Gespräche anstrengend werden, lohnt sich die Maßnahme auch dann, wenn nie eine Anlage in den Raum kommt.
Wie klingt Ihr Raum?
Wir kommen vorbei, messen die Nachhallzeit und sagen Ihnen, was mit wie viel Fläche erreichbar ist. Im Neubau genügt zunächst der Grundriss.
